Nah am Kunden, dicht an der Anwendung – unsere beiden Außendienstler im Gespräch

18.09.2026

Achim Ellinger und Eik Damaschke sind für BERG im Außendienst unterwegs. Sie erleben hautnah, welche Herausforderungen den Maschinenbau bewegen und welche Anforderungen Kunden heute an moderne Spanntechnik stellen. Im Gespräch erzählen sie von ihrem Arbeitsalltag, aktuellen technischen Entwicklungen und besonderen Kundenprojekten – und davon, was den direkten Austausch vor Ort für sie so spannend macht.

Achim Ellinger und Eik Damschke auf dem BERG-Messestand bei der AMB 2026 in Stuttgart
Achim Ellinger und Eik Damschke auf dem BERG-Messestand bei der AMB 2026 in Stuttgart

Was macht für euch den Reiz am Außendienst aus bzw. was ist das Spannende daran, ständig bei unterschiedlichen Unternehmen und Kunden unterwegs zu sein?

Achim: Nach mehr als 30 Jahren im Außendienst ist es noch immer interessant, Personen in deren Arbeitsumfeld zu begegnen. Mich reizt die Herausforderung, eine Beziehung aufzubauen, nah am Kunden bzw. an den Projekten vor Ort zu sein, quasi als Bindeglied zwischen zwei Unternehmen zu agieren.

Eik: Für mich ist es vor allem die Abwechslung. Jeder Kunde hat andere Produkte und Herausforderungen. Man bekommt vor Ort einen viel besseren Eindruck davon, was den Kunden wirklich beschäftigt. Genau dieser direkte Austausch macht für mich den Außendienst spannend. Und natürlich ist es interessant, immer wieder neue Unternehmen und Menschen kennenzulernen und dabei auch selbst dazuzulernen.

Was zeichnet den Maschinenbau in Baden-Württemberg (Achim) sowie in Bayern, Österreich und der Schweiz (Eik) aus? Welche Branchen oder Anwendungen sind derzeit besonders dynamisch?

Achim: Ganz klar die technologischen Entwicklungen auf hohem Niveau sowie die Automation der Fertigungsprozesse.

Eik: Die Region ist aus meiner Sicht sehr stark durch ihren hohen technischen Anspruch geprägt. Gerade im Werkzeugmaschinenbau, bei Motorspindeln und im Bereich der Automatisierung gibt es viele innovative Unternehmen. Aktuell spürt man besonders die Veränderungen durch Elektromobilität und neue Fertigungskonzepte. Gleichzeitig bleiben klassische Anwendungen im Maschinenbau sehr wichtig.

Vor welchen Herausforderungen stehen unsere Kunden aktuell und wie profitieren sie von eurer Arbeit im Außendienst?

Achim: Aus meiner Sicht sind es die bekannten globalen Herausforderungen des Marktes. Diese gilt es zu bewältigen mit dem Ziel, die technologische und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu sicherzustellen. Der Außendienstler fungiert hier als eine Art Ideengeber aufgrund vieler Erfahrungen u. a. aus vorangegangenen Projekten.

Eik: Unsere Kunden müssen heute sehr flexibel sein und gleichzeitig hohe Qualität, kurze Lieferzeiten und wettbewerbsfähige Kosten miteinander verbinden. Dazu kommen Themen wie Fachkräftemangel und zunehmend komplexe technische Anforderungen. Ich sehe meine Aufgabe darin, gemeinsam mit dem Kunden die passende Lösung zu finden. Dabei ist es wichtig, nicht nur ein Produkt anzubieten, sondern die konkrete Anwendung zu verstehen und die Kollegen bei BERG frühzeitig mit einzubinden.

Achim: Wir beobachten aktuell vor allem die Entwicklung hin zu intelligenten Spannsystemen. Sensorik wird dabei immer wichtiger, um beispielsweise auch Prozessdaten zu erfassen. Spannend wird es für uns, wenn diese Daten direkt in die Maschinensteuerung eingebunden und dort verarbeitet werden können. Ich denke, dass solche intelligenten und vernetzten Spannsysteme in Zukunft eine immer größere Rolle in der Fertigung spielen werden.

Eik: Ich finde vor allem die Entwicklungen rund um Automatisierung, Digitalisierung und Elektromobilität spannend. Die Anforderungen an Spannsysteme werden immer individueller: Sie müssen präzise, zuverlässig, langlebig und gleichzeitig schnell und flexibel sein. Auch neue Materialien und Fertigungsverfahren spielen eine wichtige Rolle. Es zeigt sich immer wieder: Gute Spanntechnik muss sich an die Entwicklung der Maschine und des Fertigungsprozesses anpassen – und nicht umgekehrt.

Könnt ihr euch an ein Kundenprojekt erinnern, das euch besonders im Gedächtnis geblieben ist? Was war beispielsweise der bisher ungewöhnlichste Termin im Außendienst?

Achim: Mir ist ein Kunde aus dem Bereich Holzbearbeitung in Erinnerung geblieben. Für ihn war es eine Premiere, Werkzeuge automatisiert zu wechseln. Für BERG ein Segment, in dem wir bisher nicht mit entsprechender Spanntechnik vertreten waren.

Eik: Besonders in Erinnerung geblieben ist mir ein Projekt bei der Hartmetall-Werkzeugfabrik Paul Horn GmbH. Aus einer zunächst belächelten Idee entstand gemeinsam mit dem Kunden eine neue Werkzeugmaschine, die die Produktion deutlich effizienter machte. BERG durfte diesen Entwicklungsprozess mitbegleiten. Unser Spannsystem war ein Baustein und ist mit dem gesamten Konzept gewachsen. Für mich zeigt dieses Projekt, wie aus einer ungewöhnlichen Idee durch enge Zusammenarbeit von Kunde und Lieferant eine erfolgreiche Lösung entstehen kann.

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